Schiller-Schule Bochum

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NRW-Pilotprojekt: „Organspende als Thema im Schulunterricht“

2017 Organspende 1Als ein Ergebnis der Kultusministerkonferenz des Jahres 2014 stellte die Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsförderung fest, dass es alle Länder für wichtig halten, das Thema Organspende in der Schule aufzugreifen und ein konkreter schulischer Bildungs- und Erziehungsauftrag zur Information und Aufklärung besteht. Vom Land NRW wurde diese Empfehlung vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter zusammen mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der DSO, der BZgA und der Techniker-Krankenkasse aufgegriffen, indem 20 BuG (Bildung und Gesundheit) -Schulen des Landes ausgewählt wurden, um innerhalb einer ersten Pilotphase die Behandlung des Themas in der Schule zu erproben. Ziel ist es, das Thema Organspende im regulären Unterricht auf der Grundlage der bestehenden Lehrpläne der jeweiligen Schulform zu integrieren und damit die Bereitschaft der Schüler*innen (= SuS) zur Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende und zum bewussten Ausfüllen des Organspendeausweises zu fördern.

Schiller-Schule als Projektschule

Die Umsetzung erfolgte an der am Pilotprojekt teilnehmenden Schiller-Schule im April 2016 innerhalb zweier UNESCO-Projekttage. Hierzu versammelte sich die gesamte Jahrgangsstufe 9 zunächst in der Aula und wurde nach einer kurzen Einführung zu Einstellung und Vorwissen zum Thema befragt. Aufgeteilt in vier Gruppen setzten sich die SuS am ersten Tag mit dem Aufbau und der Funktion der Niere sowie der Zusammensetzung des Harns auch unter dem Aspekt von Nierenschäden und deren Diagnose praktisch auseinander.

 

Abb.: Fotos von unserer Praxisphase an den Unesco-Projekttagen an der Schiller-Schule 2016.

Am zweiten Tag wurden insgesamt 14 Gruppen gebildet, welche verschiedene Aspekte zum Thema Organspende zu einer Poster- und PowerPoint-Präsentation aufarbeiteten. In der Aula erfolgte dann zunächst die gegenseitige Vorstellung der einzelnen Themen und jede/r Schüler*in erhielt auf Wunsch einen Organspendeausweis.  Am frühen Nachmittag präsentierten dann die SuS der Jahrgangsstufe 9 den SuS der Oberstufe EF und Q1 ihre gesammelte PowerPoint-Präsentation, wodurch sie ihr an den zwei Tagen gesammeltes Wissen an die älteren SuS weitergaben. Auch die Oberstufen-SuS erhielten in diesem Zusammenhang Organspendeausweise zum Eintragen ihrer Daten.

Ergebnisse
Von den SuS der Jahrgangsstufe 9 besaßen vor den Projekttagen lediglich 1,3% einen Organspendeausweis. Nach den Projekttagen tragen nun 84% der SuS einen Organspendeausweis bei sich.

An der prinzipiellen Einstellung zum Thema hat sich durch die Projekttage wenig geändert, so haben vorher 62% und nachher 67% der SuS ihre prinzipielle Bereitschaft zur Organspende zum Ausdruck gebracht. Diese Werte liegen übrigens sehr nahe an dem gesamtdeutschen Wert von ca. 70%, der von der BZgA ermittelt wurde.

Von den SuS der Oberstufe hatten bereits vor den Projekttagen ca. 20% einen Organspendeausweis. Dieser Wert liegt unterhalb des gesamtdeutschen Durchschnitts von ca. 35% (vgl. BZgA). Von dieser Gruppe bekundeten ca. 70% der SuS vorab ihre Bereitschaft zur Organspende. Auch nach den Projekttagen lag dieser Wert kaum verändert bei ca. 75%.
Durch die Projekttage konnten 30% der Oberstufen-SuS animiert werden, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und ihren Willen mittels Organspendeausweis klar zu bekunden.

Fazit

SuS, die bereit sind, ein Organ zu spenden, besitzen nicht zwangsläufig auch einen Spenderausweis. Ebenso wie in der Gesamtgesellschaft, klaffen diese beiden Werte auseinander.
Deutlich wurde, dass die im Transplantationsgesetz (TPG 2012) geforderte Aufklärung der Jugendlichen durch die Krankenkassen offensichtlich nicht ausreichend greift.

Die Behandlung des Themas in der Schule erscheint daher nicht nur sinnvoll, sondern nahezu notwendig. Die Jahrgangsstufe 9 bietet sich hierbei altersgemäß an, da ab dem 14. Lebensjahr ein Entscheid gegen eine Organspende vorgenommen werden kann, und eine Auseinandersetzung mit dem Thema somit sinnvoll erscheint. Eine Informations-Veranstaltung für die Oberstufe, z. B. in Form einer Ergebnis-Präsentation durch die Jahrgangsstufe 9, erscheint in diesem Zusammenhang ebenfalls sinnvoll, da in diesem Alter (ab dem 16. Lebensjahr) auch die bewusste Entscheidung zur Organspende gefällt werden kann.

Wir werden dieses Projekt daher an unserer Schule nun regelmäßig durchführen.

                                                                    (Florian Schaller und Laura Wirbals)

2017 Organspende 2

 

 

HEUREKA! Schülerwettbewerb

2017 Heureka

Als bundesweiter Schülerwettbewerb für die Klassenstufe 3 bis 8 konzipiert, wird der Heureka-Wettbewerb im Herbst und im Frühjahr, ausgerichtet von der gemeinnützigen GmbH makiri, angeboten. Er besteht aus drei Abschnitten mit je 15 Fragen in Multiple-Choice-Form, wobei der jeweils im Herbst stattfindende Wettbewerb Themen der MINT-Fächer aufgreift und die Wettbewerbsausrichtung im Frühjahr auf Themen der Fächer Geografie, Geschichte, Politik, Weltgeschehen sowie Wirtschaft und Recht fokussiert ist.

Nach unserer ersten positiven Erfahrung im November 2016, haben wir uns als mint-freundliche Schule dazu entschlossen, regelmäßig den Heureka-Wettbewerb an unserer Schule im Herbst anzubieten und diesen auf die Jahrgangsstufe 8 auszuweiten.

Der Wettbewerb bietet unseren SuS die Möglichkeit, ihr Wissen im MINT-Bereich auf spielerische Art zu testen. Die Anforderungen der Fragestellungen gehen teilweise weit über den im Unterricht behandelten Stoff hinaus, sodass eine selbstständige Auseinandersetzung der SuS mit Problemstellungen gefordert ist.

Bei der Nachbereitung des Wettbewerbs fanden einige Fragen aufgrund des Interesses der SuS Eingang in den Unterricht, sodass Themen, die im Wettbewerb nur punktuell (durch eine einzelne Frage bspw.) angesprochen wurden, im Anschluss vertiefend behandelt werden konnten.

Auch die anschließende Preisverleihung fand in einem wertschätzenden Rahmen statt, da hier vordergründig die Bereitschaft zur Teilnahme der einzelnen SuS am Wettbewerb, und nicht unbedingt die erreichte Punktzahl, gelobt wurde.

Wir freuen uns auf den nächsten HEUREKA! im Herbst 2017!

                                              

                                                                       (Laura Wirbals und Florian Schaller)

Das Hybrid- und Pumpspeicherkraftwerk der Schiller-Schule Bochum

Im Schulgarten der Schiller-Schule gibt es ein Hybrid- und Pumpspeicherkraftwerk, an dem Schülerinnen und Schüler seit Frühling 2016 Energieernte und –verteilung, Akkumulatortechnik, Regelungstechnik und Signalverarbeitung praktisch erlernen können. Dazu kam es so: Das Netzwerk „Zukunft durch Innovation“ (zdi) hatte Anfang 2016 in neun Regionen NRWs einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem Kurse und Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 ein Hybridkraftwerk bauen sollen, in dem mindestens zwei Energieformen zur Gewinnung von Elektrizität genutzt werden und die Energie in einem selbst konstruierten Speicher untergebracht wird. Zudem sollten auch noch weitere Kurse und Fächer interdisziplinär und jahrgangsübergreifend involviert werden. Da unser PIT-Kurs (Differenzierungskurs Physik / Informatik / Technik) sofort Feuer und Flamme für den Wettbewerb war, nahmen wir (als einzige Schule aus der Region Bochum!) daran teil.

Die ursprüngliche Idee wurde konzeptionell noch aufgewertet: Zu dem zu bauenden Hybridkraftwerk entstanden gleichzeitig (noch in Zukunft durch unsere Projektkurse zu realisierende) Pläne für ein internetgestütztes Mess- und Bewässerungssystem für unseren Schulschrebergarten, in dem regelmäßig Kurse aller Altersstufe Pflanzenwachstums- und -ertragsversuche durchführen. Der Strom dafür kommt von den regenerierbaren Quellen Sonne und Wind, gespeichert wird die Energie in einem Akku und auch einem kleinen Pumpspeicherkraftwerk. Eine WLAN-Richtfunkstrecke soll demnächst die Informationen aus dem Garten (Webcambilder zur Dokumentation des Pflanzenwachstums, Temperatur, Feuchtigkeit, Energieertrag des Hybridkraftwerks) zur Schule übermitteln und dort ins Internet einspeisen. Neben dem PIT-Kurs 2016 hat auch die Sprachförderklasse 2016, bestehend aus internationalen Schülern, die hier ihre Sprachkenntnisse vor allem im technischen Bereich verbessern konnten, teilgenommen, sowie bislang drei Gruppen aus unserem Projektkurs, die sich mit dem Entwurf von Wasserturbinen und elektrischen Generatoren beschäftigten.

 

2017 Pumpspeicherkraftwert 1

2017 Pumpspeicherkraftwert 2

2017 Pumpspeicherkraftwert 3

2017 Pumpspeicherkraftwert 4

Richtig helfen, ein Leben retten!

An der Schiller-Schule Bochum lernen schon die jüngsten Schülerinnen und Schüler, wie sie im Notfall reagieren können.

Ist die hilflose Person noch ansprechbar? Atmet sie? Schlägt das Herz? Diese Fragen beantworten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 im Ersten-Hilfe Kurs, der im Januar und März 2017 für die Stufe 5 in Zusammenarbeit mit dem Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Palliativ- und Schmerzmedizin Prof. Peter Zahn und Dr. Daniel Lohr Bergmannsheil durchgeführt werden konnte.

Im Mittelpunkt der Übungen steht die schnelle Erstversorgung von Personen, deren Herz versagt und die mit Herzrhythmusmassage überleben können. „Auch die ganz jungen Schüler können diese Aufgabe schon leisten“, berichtet Dr. Lohr, der mit seinen Kollegen den Kurs an der Schiller-Schule leitet. „Wichtig ist auch, dass die Kinder lernen, den Notruf 112 zu wählen, um Hilfe zu holen und vor allem prüfen, dass sie sich nicht selbst in Gefahr bringen“, ergänzt seine Kollegin.

Jede Klasse wird für den Kurs in kleine Gruppen eingeteilt. „Mir war es wichtig, dass die Kinder ganz viel selber machen, denn so können die Kinder das theoretische Wissen sofort in die Praxis umsetzen“; erläutert der Erprobungsstufenkoordinator Eike Völker, der das Projekt an die Schule geholt hat.

Die praktischen Übungen fordern dann auch Konzentration und Anstrengung. An Reanimationspuppen müssen die Schüler 100 Mal in der Minute den Brustkorb fest eindrücken, um die Herzmassage durchzuführen. Vielen steht nach fünf bis sieben Minuten, so viel Zeit vergeht im Mittel vom Notruf bis zum Eintreffen des Notarztes, Schweißperlen auf der Stirn. „Gut, dass wir zu zweit sind, so können wir uns immer abwechseln, das ist echt anstrengend“, erzählt Tom. Auch der Einsatz des Defibrillators wird von allen Schülerinnen und Schülern geübt, denn dieser wurde über die Elternpflegschaft an der Schiller-Schule installiert.

Besonders stolz sind die Schülerinnen und Schüler über ihre Urkunde „Ich kann ein Leben retten“.

Damit das Wissen über die Notfallmaßnahmen immer wieder aufgefrischt wird, ist geplant, dass das Wissen regelmäßig aufgefrischt wird und weitere Kurse in den höheren Jahrgängen stattfinden.

(Text und Foto: Eike Völker, Erprobungsstufenkoordinator)

Projektkurs 2016

2016 zdi ruetgers mint schiller

Die Projektkursgruppen 2016 gehen in den letzten Wochen des Jahres auf 
die Zielgerade. Mal wieder sind viele vielversprechende Projekte durch 
die Schülerinnen und Schüler entwickelt worden. Bis Weihnachten haben 
die Schülerinnen und Schüler jetzt noch Zeit, die Forschungsfragen zu 
beantworten und die geplanten, technischen Produkte zu fertigen. Der 
Projektkurs "Biologie trifft Physik" wird von Herrn Sauerwald und Herrn 
Dr. Schmidt als Fachlehrer der Schule sowie von Frau Dr. Meißner als 
Vertreterin des Kooperationspartners zdi.ist-bochum betreut.

Überzeugen sie sich selbst von der Vielfalt und der Kreativität sowie 
vom Forschergeist der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektkurses 
Biologie trifft Physik des Jahres 2016!

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Mathematikwettbewerb KÄNGURU

Schon gegen Ende des letzten Jahrtausends nahm die Schiller-Schule am Mathematikwettbewerb Känguru teil.

Anfänglich lag die Zahl bei ca. 35 Schülerinnen und Schülern in den letzten zwölf Jahren stieg die Teilnehmerzahl kontinuierlich auf etwa 440.

Nachdem in den ersten Jahren hauptsächlich Unterstufenschüler interessiert waren, konnte nach und nach (auch aus Tradition) das Interesse in den Mittelstufenklassen und sogar vereinzelt auch in der Oberstufe aufrecht gehalten werden. Die Schule kann inzwischen auf eine große Zahl von Hauptpreisträgern zurückblicken (etwa pro Jahr 5% der Teilnehmer).

Wegen der großen Teilnehmerzahlen bekommt die Schiller-Schule seit vier Jahren einen Sonderpreis, der in die Förderung des Mathematikunterrichts einfließt: Arbeitsmaterialien für Gruppenunterricht, mathematische Spiele zur räumlichen Anschauung.

Ziel der Teilnahme an diesem Wettbewerb ist es, eine möglichst große Zahl von Schülerinnen und Schülern ohne Zensurendruck an die Mathematik heranzuführen.

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MOPS-Wettbewerb

MOPS ist ein schulinterner Mathematikwettbewerb der Schiller-Schule für die Stufen 5 – 8. Er wurde erstmal im Schuljahr 2005/2006 in dieser Form durchgeführt. Die Aufgaben (mit Musterlösungen) werden im Rahmen eines Unterstufen-Wettbewerbs in Baden-Württemberg monatlich per Mail zugeschickt. Seit 2007 betreuen Schiller-Schüler höherer Jahrgangsstufen die gesamte Wettbewerbsorganisation:

  1. Aufgabenaufbereitung für MOPS-Layout
  2. Vervielfältigen und Verteilen der Aufgabenblätter
  3. Korrektur und Auswertung
  4. Aktualisierung der Punktekonten
  5. Veröffentlichung von Lösung und Punktestand
  6. (am Schuljahresende) Siegerehrung

 

Jährliche Projekttagung Schillernde Projekte

Jährliche Projekttagung Schillernde Projekte

"Es war toll, dass wir unsere Arbeit so vielen Leuten präsentieren konnten, denn da steckte echt viel Arbeit drin." Solche und viele weitere Rückmeldungen haben wir von den über 100 Schülern, den Machern des Präsentationsabends "Schillernde Projekte" erhalten. Unter den über 250 Besuchern sprach eine Mutter aus, was viele dachten: "Wahnsinn, was hier alles gemacht wird an dieser Schule. Und wozu Schüler im Stande sind, wenn sie sich für ein Thema selber begeistern." Mit diesen Kommentaren im Kopf bauten die 13 Projektgruppen am Abend des 30. Januar 2014 glücklich über die Resonanz ihre Stellwände, Plakate, PCs, Installationen und Modelle ab. Die Premiere war gelungen: zum ersten Mal wurde der Präsentationsabend an unserer Schule veranstaltet, an dem Projekte der schulischen Begabungsförderung genauso zum Zug kamen wie auch Klassenprojekte, AGs und Kursergebnisse. Aufgrund der großen Resonanz werden wir dieses Konzept auch im folgenden Jahr am Ende des ersten Habjahres umsetzen. Der Projekttag wird dann als interdisziplinäre Tagung durchgeführt werden. Ein Blick auf unten stehende Themen verrät, wie vielseitig und schillernd unsere Schule ist:

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Projektkurs Naturwissenschaften geht in die 3. Runde

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Projektkurs Naturwissenschaften geht in die 3. Runde

Wie in den vergangenen Jahren findet auch in diesem Jahr an unserer Schule wieder ein naturwissenschaftlicher Projektkurs im Spannungsfeld zwischen Biologie und Physik statt. Die Schülerinnen und Schüler haben also wieder die Möglichkeit, interdisziplinäre Themengebiete und Fragen zu bearbeiten. Im Rahmen des Projektkurses wird kein Unterricht im klassischen Sinne erteilt; die Schülerinnen und Schüler arbeiten vielmehr projektorientiert in Kleingruppen an selbst entwickelten Forschungsfragen.

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Schulgarten mit neuen Mitbewohnern (2015)

Schulgarten bekommt neue Mitbewohner –

Für die guten alten Bekannten gibt es Selbstgebackenes aus dem neuen Ofen

2015 schulgarten 1Erste Vorbereitungen für das neue Insektenhotel: Frau Müller und SchülerInnen 5d installieren die erste Aufhängung.

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