Schiller-Schule Bochum

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Musikalisches Großaufgebot am Altar: Schiller-Schul-Ensembles begeistern im St. Johannes-Stift

 

Jazz in black Johannes 2018 1 Kammerchor Johannes 2018
Fotos: Tim Wollenhaupt

Die laufende Saison der Winterreise 2017-2018 hätte kaum glanzvoller zu Ende gehen können: In die Kapelle des Hauses an der Wiemelhausener Borgholzstraße hatte der Förderverein eingeladen, weil gleich zwei Ensembles der Schiller-Schule auftraten. Unter der Leitung von Michael Strauß präsentierte sich zuerst der Kammerchor, der gleich unter Beweis stellte, dass er mühelos nicht nur Kammern, sondern auch große Hallen mit außergewöhnlich harmonischem Gesang füllen kann. Bestens einstudierte Werke in mehrstimmigem Satz und mit einem Lächeln vorgetragen schienen für den Kammerchor eine leichte Übung zu sein. Mit Halleluja-Variationen, dem legendären „Wonderful World“ von Satchmo Armstrong über irische und litauische Traditionals und einem Lied von Felix Mendelssohn Bartholdy zeigte der Chor bereits in der ersten Hälfte des Abends das breit gefächerte Repertoire in klaren Stimmen.

Die Formation „Jazz in black“ wird geleitet von Maximilian Sauerwald und Dr. Sebastian Schmidt. Das Durchschnittsalter der Musikerin und Musiker wirkt jünger als beim Kammerchor, doch hatte das offenbar keinerlei Auswirkungen auf das virtuose Können. Sowohl als Ensemble als auch solistisch überzeugten die Musiker sowohl bei zügigen Stücken ( „Muppet-Show-Thema“) als auch etwas ruhigeren Werken („Fly me to the moon“).

Nach der Pause kamen noch einmal die Sänger vor den Altar. Spätestens mit einer hinreißenden Interpretation von „Don’t stop me now“, bei der man Freddy Mercury im Gedächtnis hat, bewiesen sie ebenso die eigenständige Herangehensweise wie die große Sicherheit über den gesamten Tonumfang. Solistische Einlagen kamen perfekt zur Geltung, in seiner Ausgewogenheit überzeugte der Chor das begeisterte Publikum.

Nach der Vorlage war der Boden erneut für „Jazz in black“ bereitet. Die sportliche Herausforderung konterten die Instrumentalisten mit dem Thema des „aktuellen Sportstudios“, um dann mit diversen Filmmusiken („Everybody needs somebody“, „Eye of the Tiger“) und Klassikern wie „In the Ghetto“ akustisch zu punkten. Wieder brillierten die Solisten, die Gruppe zeigte überbordene Spielfreude ebenso wie die Kunst, aufeinander zu achten. Entsprechend heftiger Applaus belohnte alle talentierten Künstlerinnen und Künstler.

Karin Kuhl vom Förderverein des St. Johannes-Stiftes dankte herzlich für das Engagement, wie immer traten auch diese beiden Formationen ohne Gage auf. Doch nicht nur das wollte Karin Kuhl honorieren. Vielmehr wies sie auf die wechselseitigen Bedürfnisse hin: „Die alten Menschen brauchen Euch junge Menschen und ich bin mir sicher, auch Ihr braucht die Alten.“ Statt einer ausgiebigen Antwort blickten viele der Jugendlichen ins Publikum, fanden strahlende Augen und strahlten zurück. Mit zwei überzeugenden Zugaben entließen die Ensembles ihr Publikum und beendeten die aktuelle Winterreise mit einem vielfältigen musikalischen Glanzlicht.

Text: Tim Wollenhaupt