Schiller-Schule Bochum

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Die MEP 2017-Delegation der Schiller-Schule – Keine Rede Wert?

 

Ganz im Gegenteil.

Beim diesjährigen Model European Parliament (MEP) überzeugte die Schiller-Schule auf ganzer Linie. Sie trug konstruktiv zu jeder Debatte bei, die am letzten Wochenende der Herbst-Ferien in Kerkrade (NL) geführt worden ist.

Das MEP ist eine Simulation des Europaparlaments, d.h. dass jeder teilnehmende Schüler die Rolle eines Delegierten übernimmt und in nach offizellem Regelwerk geführten Debatten dessen Standpunkt vertritt. Diese Debatten werden in Komitees geführt, deren Fragestellungen sich mit aktuellen politischen Problemen auseinandersetzen, also noch nicht vollständig gelöst sind. 

Das Ziel des MEPs ist es,auf interaktive Art und Weise das politsche Interesse von Schülern zu steigern und den „echten“ Politikern einen Anhaltspunkt für Lösungsvorschläge zu bieten.

Diese Veranstaltung zieht jährlich ca. 300 Schüler und Schülerinnen aus ganz Europa in die niederländische Kleinstadt, sodass, wie auch bei den „Echten“, das ganze Wochenende nur auf Englisch geredet wird!

Dieses Jahr mussten einige Delegationen leider absagen, sodass die Teilnehmerzahl auf 200 geschrumfpt ist. Eine gute Chance für die Schüler der Schiller-Schule sich zu beweisen.

Und das haben sie auch getan.

Die Hinfahrt mit dreistündigem Aufenthalt in Maastricht wurde mit dem Schreiben von Reden, Klären von Prozeduren und dem lauten Singen von Disney-Songs verbracht; Eine gute Vorbereitung.

Nach Ankunft wurden die Schüler, jetzt der strengen Kleiderordnung entsprechend formell eingekleidet, in einer Vollversammlung mit dem Programm und den Regeln der Simulation vertraut gemacht, unter anderem durch eine von den sog. Student Officers (Fraktions- und Komiteevorsitzende sowie Präsident und Vize-Präsident des Parlaments) organisierte Mock-Debate, eine Debatte mit dem Vorsatz: Wie man es nicht machen sollte.

Danch wurden die Delegierten ins eiskalte Wasser geworfen. Sie nahmen, nach dem Abendessen, am Faction-Meeting ihrer jeweiligen Partei teil, in dem, nach Icebreakern, erste Lösungsvorschläge für die Komiteefragestellungen zusammengestellt wurden.

Der Schock hielt jedoch nicht lange, denn schnell sah man Schiller-Schüler als Hauptverhandler ihrer Parteien die Gespräche über mögliche Koalitionen übernehmen.

Am nächsten Morgen eröffnete die Präsidentin des Parlaments die Simulation nachdem der Gastredner, ein niederländischer EU-Politiker, über sein Leben und die Wichtigkeit der EU in unserem sprach und die „kurze“ Fragerunde immer weiter verlängerte.

Auch während der Komiteesitzungen an diesem Tag waren die Bochumer Schüler aktiv am Lösen der Probleme der Europäischen Union beteiligt.

Die Debatten wurden in der letzten Vollversammlung fortgeführt, jedoch diesmal mit allen 200 Schülern, sodass neue Themen eingebracht wurden und die Diskussionen neue Wendungen nahmen.

Die Vize-Präsidentin des Parlaments beendete das MEP mit einer sehr tiefgehenden Rede über ihre Simulationserfahrung und persönliche Entwicklung durch diese.

In der Abschlusszeremonie wurde Robin Simon (Q1) mit dem „Best Delegate- Award“ in der Kategorie non-native speaker geehrt.

Mit gestärktem politischen Interesse, verbesserten Englischkenntnissen und weniger Angst vor Menschen zu sprechen, freuen wir uns auf die nächste Gelegenheit, an solch einer Simulation teilzunehmen.

Christian Deppe