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Forum
Das Informationsblatt
der Schiller-Schule Bochum
129. Ausgabe, 16. Jahrgang
Januar 2010
Termine: Januar - Februar 2010
18.01.10
bis 22.01.10
11: Duales Orientierungspraktikum
20.01.10
14.00 Uhr
12 BeSt: Wohin nach dem Abi?
20.01.10
18.30 Uhr
Kulturcafé: ,,Schülerwerkstatt Schiller"
22.01.10
bis 12.00 Uhr
Sek I: letzter Termin für Noteneintrag
25.01.10
letzter Termin für Rückgabe Arbeiten
25.01.10
bis 05.02.10
11: Berufspraktikum
26.01.10
9.00-13.00 Uhr
12: BeSt Assessment Center
26.01.10
9.00-13.00 Uhr
13: BeSt Hochschultag
26.01.10
15.00 Uhr
12/13: BeSt Bergmannsheil
26.01.10
ganztägig
5-12: Zeugniskonferenzen
27.01.10
14-18 Uhr
12: SW LK + GK Dtsch. Annington
27.01.10
8.15-11.40 Uhr
5: Schulung durch Feuerwehr
27.01.10
5./6. Std.
6: Verrauchungsübung (2 Klassen)
27.01.10
1. - 6. Std.
10: Projekttag ,,ZP 10"
28.01.10
1. - 6. Std.
S I: Basketballturnier in DTH
28.01.10
5./6. Std.
6: Verrauchungsübung (2 Klassen)
29.01.10
3. Std.
Zeugnisausgabe
01.02.10
bis 04.02.10
Anmeldungen zur Klasse 5
04.02.09
12-15 Uhr
12: Berufskundliche Gespräche AES
08.02.10
bis 10.02.10
SV-Fahrt (Str, Scha); Mo nach 6. Std.
10.02.10
19.00 Uhr
8/9/10 ,,Alternativen zum Abitur"
15.02.10
2. bew. Ferientag (Rosenmontag)
17.02.10
6. Std.
10: Infos zum Berufspraktikum
22.02.10
14-16 Uhr
10: BiZ-Besuch (Gruppe 1)
22.02.10
12.00 Uhr
12: Abgabe der Facharbeit
24.02.10
8: Lernstandserhebung Deutsch
24.02.10
14-16 Uhr
10: BiZ-Besuch (Gruppe 2)
25.02.10
14-16 Uhr
10: BiZ-Besuch (Gruppe 3)
Aktuelle Informationen und Terminänderungen finden Sie auf unserer
Homepage unter: www.schiller-schule.de.
Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Axel Schäfer
und organisiert von Johannes Scholz-Wittek (Falken Bo-
chum) war auch in diesem Schuljahr wieder eine Schü-
lergruppe der Jahrgangsstufe 11 für eine Woche in Berlin.
Dies war bereits unsere fünfte Berlin-Fahrt in Folge. Zu
den Unternehmungen zählten viele Programmpunkte aus
den Bereichen Geschichte des Nationalsozialismus, DDR-
Diktatur und Demokratie heute. Wir besuchten u. a. das
Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die ehema-
lige Stasi-Zentrale und den Bundestag. Dort hatten wir die
Möglichkeit, am 26.11.09 an einer Plenarsitzung teilzuneh-
men. Wir erlebten live mit, als Verteidigungsminister Karl-
Theodor zu Guttenberg dazu Stellung nahm, das Verteidi-
gungsministerium habe Informationen zum Luftangriff am
4. September auf zwei von den Taliban in Nordafghanistan
entführte Tanklastwagen vor der Öffentlichkeit zurückge-
halten. In der Debatte ging es hoch her! Im Anschluss an
die Plenarsitzung konnten wir noch ein persönliches Ge-
spräch mit Axel Schäfer führen, der über den Berufsalltag
eines Bundestagsabgeordneten Auskunft gab. Auch für das
nächste Jahr ist eine solche politische Fahrt nach Berlin
geplant. Wir haben uns schon für das Bundeskanzleramt
und das Frühstücksfernsehen des ZDF angemeldet. Also,
wer von euch aus der jetzigen Jahrgangsstufe 10 Lust hat
nach Berlin zu fahren, ist herzlich vom 29.11. bis 03.12.10
eingeladen. Interessenten sollten sich rechtzeitig anmel-
den, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Andrea Fischer (Mittelstufenkoordinatorin)
Im Dezember 2009 hat wieder der Lesewettbewerb der
Klassen 6 stattgefunden. Siegerin wurde in diesem Jahr
Katharina Franitza aus der Klasse 6c. Katharina wird jetzt
die Schiller-Schule auf städtischer Ebene vertreten. Wir
gratulieren ihr zum schulinternen Sieg und drücken die
Daumen für die nächste Runde des Wettstreits, die im Fe-
bruar 2010 ausgetragen wird.
Margret Mennenöh (Koordinatorin)
Lesewettbewerb
Aus Anlass des 10. Geburtstages unseres ,,Sozialprak-
tikums" haben die verantwortlichen Lehrkräfte Andrea
Fischer, Gabriela Tornow und Hildegard Schunck zwei
Sonderseiten mit Berichten und Schülermeinungen für
dieses FORUM 129 zusammengestellt.
Politische Fahrt nach Berlin
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10 Jahre Sozialpraktikum
oder: ,,Mit Spaß beim Helfen
die Welt ein bisschen schöner machen!"
Vor zehn Jahren entstand an der Schiller-Schule der
Wunsch, Schülerinnen und Schüler mehr für soziale Ver-
antwortung zu sensibilisieren: das Sozialpraktikum wur-
de ins Leben gerufen. Mehr als 1000 Schülerinnen und
Schüler haben seither in Altenheimen, Krankenhäusern
und Behinderteneinrichtungen vielfältige Erfahrungen
sammeln können. Beim Sozialpraktikum geht es nicht in
erster Linie darum, einen Beruf oder eine spezielle Arbeit
kennen zu lernen, ,,vielmehr geht es darum, Menschen in
anderen Lebenssituationen kennen zu lernen, die Scheu im
Umgang mit ihnen zu verlieren und offen zu sein ­ und in
dieser Hinsicht ist es viel mehr als bloß ein Praktikum"
(Malte Asmuth 2008). Immer wieder berichten uns Schü-
lerinnen und Schüler, dass die zwei Wochen für sie eine
der prägendsten Erfahrungen ihrer Schulzeit waren: ,,Ich
erinnere mich besonders an den mir entgegengebrachten
Dank, meine anfängliche Unsicherheit und Aufgeregtheit
und an das Ende der zwei Wochen. Ich war auch irgendwie
froh, wieder in den ,behüteten` Schulalltag zurückkehren
zu dürfen" (Fabio Tank 2004). Aufgrund der positiven Re-
sonanz der Schülerinnen und Schüler hoffen wir, dass das
Sozialpraktikum trotz der Schulzeitverkürzung auf Dauer
aufrecht erhalten werden kann! Denn - das Sozialprakti-
kum verändert die Schülerinnen und Schüler positiv und
führt zudem dazu, ,,mit Spaß beim Helfen die Welt ein
bisschen schöner zu machen!" (Mareike Kuckuck 2006).
Schülerstimmen 09/10
Das Sozialpraktikum hat mich in meinem Wunsch bestärkt, Psychologin
zu werden und mir Einblicke in das Berufsbild gegeben. Zudem habe
ich viele tolle zwischenmenschliche Momente erlebt und komme nach
meiner Einschätzung jetzt viel besser mit anderen und auch kranken
Menschen zurecht als vorher.
(Theresa Bosl, Sozialpsychatrischer Dienst Bochum)
Das Sozialpraktikum war für mich eine sehr emotionale Zeit, die
mich dazu animiert hat, mehr an andere Menschen zu denken und
anderen zu helfen. Für mich ist das Sozialpraktikum eine wichtige und
interessante Erfahrung gewesen, weil man dort Dinge sieht, die man
sonst nie zu Gesicht bekommen hätte oder bei denen man gewöhnlich
einfach wegschaut.
(Jessica Strauß, Altenheim am Glockengarten)
Für mich war das Sozialpraktikum sehr wichtig und auch schön, da man
viel für`s Leben gelernt hat und neue Erfahrungen machten durfte. Für
mich war es auch ein schönes Erlebnis zu sehen, dass man jemanden
auch mit ganz kleinen Dingen wie z.B. kurzen Gesprächen glücklich
machen kann.
(Annika Johnson, Mauritius-Stift)
Für mich war das Praktikum im Hospiz sehr wichtig. Ich habe zweierlei
gelernt: Zum einen mit dem Tod und zum anderen mit sehr kranken
Menschen umzugehen. Ich denke, bei allen Praktikumsstellen hat
man gelernt sich in manchen Dingen zu überwinden und so neue
Erfahrungen zu sammeln. Ich habe gelernt mit Freude Menschen
anzufassen oder ihnen zu helfen. Denn diesen Sachen konnte man
nicht einfach aus dem Weg gehen.
(Wiebke Erdmann, Hospiz St. Hildegard)
Das Sozialpraktikum hat für mich einen Einblick in die Arbeit eines
Altenpflegers und Teile des richtigen Umgangs mit älteren Menschen
bedeutet. Als Jugendlicher bringt man alten Menschen oft nicht
genügend Wertschätzung und Respekt entgegen. Im Sozialpraktikum
habe ich aber gelernt, dass man dieses machen sollte.
(Fabian Plambeck, Matthias-Claudius-Haus)
Das Sozialpraktikum hat mir sehr viel bedeutet. Es hat mir einen
Einblick in den Beruf des Pflegers ermöglicht und mir viel über den
Umgang mit Dementen beigebracht und mir gezeigt, dass Alzheimer
mehr als nur Vergesslichkeit ist. Es hat außerdem sehr viel Spaß
bereitet und mich gerührt zu sehen, wie glücklich die Patienten
waren, mit mir reden zu können. Ich würde das Praktikum jederzeit
wiederholen.
(Robin Krause, Alzheimer Gesellschaft Bochum)
Das Praktikum war zwar anstrengend, die Anstrengung aber auch wert,
da man sich nachher gefühlt hat, als hätte man etwas Gutes getan.
(Gerrit Bucher, Wattenscheider Tafel)
Vom 23.11. bis 03.12.09 verbrachtten wir unser Sozial-
praktikum in Bochum und näherer Umgebung. Ziel un-
serer knapp zweiwöchigen Arbeit war es unter anderem,
den Arbeitsalltag und die Beweggründe eines Menschen,
der sich in einem sozialen/karitativen Bereich engagiert,
zu begreifen, zu anderen Menschen Kontakt herzustellen
und diesen zu helfen. Nachdem wir im Herbst mit den Be-
treuerinnen des Praktikums (Frau Fischer, Frau Schunck
und Frau Tornow) unsere Arbeitsplätze ausgewählt hat-
ten und wir anschließend mit unseren Religionslehrkräf-
ten über soziales Engagement geredet hatten, begann am
Montag, dem 23.11.09, unser erster Arbeitstag in den
ausgewählten Einrichtungen wie zum Beispiel in Alten-
heimen, bei der Wattenscheider Tafel oder in Sonderschu-
len. Einige staunten nicht schlecht, als sie bemerkten, was
es heißt, schon um 5 Uhr aufstehen zu müssen. Während
unseres Praktikums hatten wir die Möglichkeit, selber ak-
tiv zu werden und die verschiedenen Menschen in ihrem
Tagesablauf zu unterstützen. Am 04.12. trafen wir uns
abschließend im Klassenverband zu einem gemeinsamen
Frühstück, bei dem wir uns über unsere unterschiedlichen
Erfahrungen und Eindrücke austauschten. Generell stieß
das Sozialpraktikum sowohl bei den Arbeitgebern als auch
bei den meisten Schülerinnen/Schülern auf breite Zustim-
mung. Einige SchülerInnen beschlossen sogar sich weiter-
hin ehrenamtlich in ihren Einrichtungen zu engagieren.
Sozialpraktikum 2009
Maximilian Kothe-Marxmeier (10b)
Mein Praktikum an einer Behindertenschule hat mir sehr viel Spaß
gemacht und mir sehr weitergeholfen. Ich dachte erst, dass ich eventuell
Berührungsängste im Umgang mit den behinderten Kindern haben
würde, was sich später als unsinnig herausgestellt hat. Ich habe viele
tolle Erfahrungen im Umgang mit hör- und kommunikationsgeschädigten
Kindern gemacht und könnte mir vorstellen, später einmal in diesem
Bereich einen ähnlichen Beruf auszuüben.
(Frederic Cronau, Schule am Leithenhaus)
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Forum 129
Januar 2010
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Zurück aus dem Sozialpraktikum entschlossen sich spontan
die Klassen 10 c und 10d, an der Weihnachtspaket-Aktion
der Caritas gegen neue Armut im Ruhrbistum teilzuneh-
men. Bei der Paketaktion ,,Freude schenken!" haben die
Schüler und Schülerinnen Weihnachtspakete für Menschen
in ihrer Nähe gepackt. Sie haben damit Freude auch denen
geschenkt, unter deren - wenn überhaupt vorhandenem -
Weihnachtsbaum, keine Geschenke liegen. Menschen, die
es sich schlicht nicht leisten können, etwas zu schenken
oder die keinen anderen Menschen mehr haben, der sie be-
schenkt. Es hat ihnen Spaß gemacht, anderen eine Freude
zu bereiten. Davon zeugen die liebevoll in Geschenkpapier
eingepackten Geschenkkartons, die mit Bedacht und Phan-
tasie zusammengestellt wurden. Frau Mehring (Caritas
Bochum) bedankt sich im Namen der Empfänger herzlich
bei den Schülerinnen und Schülern.
Freude schenken
Weihnachtspaket-Aktion der Caritas
Mir hat das Sozialpraktikum unglaublich viel Spaß gemacht, da ich
gelernt habe, offener auf Menschen zuzugehen. Man lernt selbständiger
zu werden, da nicht immer eine Krankenschwester zu Hilfe kommen
konnte. Ich denke, dass ich durch das Sozialpraktikum im Krankenhaus
mehr Selbstvertrauen bekommen habe.
(Stefanie Nüse, Marienhospital Herne)
Das Praktikum war eine sehr schöne Erfahrung für mich, da ich
gesehen habe, dass meine Hilfe gut angekommen ist und benötigt
wurde. Das Beste an meinem Praktikum war die Zuneigung von den
Kindern, die mich so liebevolle empfangen haben, sodass es mir sehr
schwer gefallen ist, sie wieder zu verlassen.
(Luisa Müller, Schule für Lernbehinderte, Alleestraße)
Für mich war das Sozialpraktikum ein Einblick in ein alternatives
Berufsleben. Es hat mir so gut gefallen, dass ich vielleicht nochmal in
der Wattenscheider Tafel arbeiten werde, sei es ehrenamtlich oder als
Ferienjob. (Robert Kaufmann, Wattenscheider Tafel)
Mir hat das Sozialpraktikum gezeigt, dass man älteren Menschen schon
mit kleinen Dingen eine Freude machen kann und dass es Spaß macht
ihnen zu helfen.
(Paulina Voß, Heinrich König-Zentrum)
Ich habe durch das Sozialpraktikum mehr Verständnis für alte
Menschen und kann mich besser in ihre Lage versetzen. Mir hat es
nochmal gezeigt, dass ich dankbar dafür sein sollte, was ich habe.
(Davide Saraniti, Altenheim am Glockengarten)
Die Zeit, die ich als Praktikant in einer Schule für Lernbehinderte
verbracht habe, hat meine Meinung über Behinderte im positiven Sinn
gestaltet, da ich sehr viel über deren Situation gelernt habe. Außerdem
habe ich viele freundschaftliche Beziehungen aufgebaut und die Schule
mit einer veränderten Einstellung verlassen.
(Kilian Hagedorn, Lewacker-Schule)
Es war eine gute Erfahrung, in ein anderes soziales Umfeld integriert zu
werden. Auch wenn es am Anfang schwierig und ungewohnt war, hat
man sich schnell eingelebt und war völlig in diesem Berufsbereich drin.
Der Umgang mit behinderten Kindern wurde immer besser und dient mir
als Hilfe für die Entscheidung für meinen späteren Berufsgang.
(Tabea Bongert, Katholischer Kindergarten St. Angela)
Für mich war das Sozialpraktikum eine wichtige und neue Erfahrung.
Erst hatte ich gar keine Lust. Doch bald habe ich gemerkt, wie viel Spaß
es macht und ich habe die alten Menschen alle lieb gewonnen. Ich
denke, es ist eine wichtige Erfahrung, die jeder mal machen sollte, da
man sich neu entdecken kann und Einstellungen zu alten Menschen auf
jeden Fall zum Positiven verändert werden.
(Saskia Keindorf, Matthias-Claudius-Haus)
Das Sozialpraktikum hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe neue
Erfahrungen gesammelt und neue Dinge kennengelernt. Mir ist
aufgefallen, dass die Verhaltensweisen von Kindern zum größten Teil
davon abhängen, wie sie zu Hause gefördert werden. Ich war sehr
traurig zu sehen, dass viele Kinder sprachliche Defizite nur aufweisen,
weil mit den Eltern keine richtige Kommunikation stattfindet. Außerdem
hatte ich Einblicke in soziale Verhältnisse, die ich so vorher noch nicht
kannte.
(Ilana Javadi, Brüder Grimm Schule)
Für mich war das Praktikum wichtig, weil man Kontakte zu behinderten
Menschen hatte, zu denen sich im Alltag nur wenige Berührungspunkte
ergeben. Durch das Praktikum habe ich gesehen, dass die meisten
Behinderten nicht viel anders sind als Menschen ohne Behinderung. So
konnten Vorurteile abgebaut werden.
(Chris Dahlbeck, Werkstatt Constantin)
Bevor das Praktikum begonnen hat, hätte ich lieber ein Berufspraktikum
gemacht. Doch jetzt nach dem Praktikum finde ich, dass es eine
wertvolle Erfahrung war. Man hat den Umgang mit Alten und Kranken
gelernt. Ich weiß jetzt, wo ich vielleicht Zivildienst machen werde.
(Mike Faust, DRK Altenheim)
Durch das Praktikum habe ich gelernt, besser mit Demenz und
Alzheimer umzugehen. Durch den direkten Kontakt zu den Krankheiten
lernt man auf eine intensive Art, die Menschenmit dieser Krankheit zu
respektieren und zu achten.
(Jan Ole Lendeckel, St. Johannesstift)
Das Praktikum im Wohnstift Lauenstein half mir, die (Berührungs-)
Ängste vor den älteren Leuten zu überwinden. Des Weiteren weiß ich
nun die Arbeit der dortigen Angestellten mehr zu schätzen.
(Isabel Münnig, Wohnstift Lauenstein)
Ich habe durch das Praktikum im Hospiz gelernt, mit todkranken und
hilfebedürftigen Menschen umzugehen und von diesen Abschied
nehmen zu können. Ich denke, ich habe mich selbst besser
kennengelernt und kann von mir sagen, dass ich den Tod nicht als
schrecklich empfinde, zumindest nicht bei Menschen, die leiden
müssen.
(Hannah Meurisch, Hospiz)
Beim Sozialpraktikum in einer Schule für Geistigbehinderte habe ich
gelernt, dankbarer für die Dinge zu sein, die ich als selbstverständliche
ansehe, ich bin außerdem nachdenklicher geworden. Darüber hinaus
ist mir klar geworden, dass man sich mit manchen Menschen länger
auseinandersetzen muss, bevor man sagen kann, dass der Eindruck,
den man von diesen Menschen hat, auch der richtige ist.
(Judith dem Muijnck, Hilda-Heinemann-Schule)
Durch das Praktikum in der Suppenküche habe ich gelernt mit sozial
schwächeren Menschen umzugehen und dadurch jeden Menschen so
zu akzeptieren, wie er ist und ihn nicht zuerst nach seinem Äußeren zu
beurteilen.
(Karla Korten, Suppenküche)
Bei dem Sozialpraktikum im Altenheim St. Marienstift habe ich gelernt,
wie man mit alten Menschen, die bestimmte Krankheiten haben und
körperlich nicht mehr fit sind, umgeht und diese behandelt. Jeder dieser
Menschen hat besondere Bedürfnisse und braucht Zuneigung.
(Mike Steinweg, Altenheim St. Marienstift)
Andrea Fischer, Gabriela Tornow, Hildegard Schunck (Sozialpraktikum)
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Forum 129
Januar 2010
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Wieder einmal war ein Pädagogik LK in der Justizvoll-
zugsanstalt Iserlohn. Die JVA ist eine Einrichtung des Ju-
gendstrafvollzugs für Jungen. Die Jugendstrafe verfolgt
das Ziel, eine wirkungsvolle Nacherziehung durchzu-
führen und eine positive Persönlichkeitsentwicklung der
jungen Gefangenen zu fördern. Jedem wird dort die Mög-
lichkeit gegeben, seine schulische Laufbahn fortzusetzen
und einen Abschluss zu erlangen oder eine Ausbildung zu
absolvieren. Auf dem 114.628 qm großen Gelände gibt es
neben den zwei Hauptgebäuden mit den Zellen ein Schul-
gebäude und ein Gebäude für die verschiedenen Ausbil-
dungsberufe. Besonders groß wird auch der Sport bzw.
die Freizeitgestaltung geschrieben. Auf dem Sportplatz,
in der Turnhalle und auf den Höfen ist Gelegenheit, die
Kooperation mit anderen zu üben. Das Lehrer-Schüler-
Verhältnis scheint sehr gut zu funktionieren und insgesamt
bekamen wir den Eindruck, dass trotz hoher Mauern und
vieler Regeln das eigenverantwortliche Handeln dort sehr
gefördert wird. Besonders eindruckvoll war ein Gespräch
mit einem jungen Gefangenen, ohne jegliche Erwachsene
oder Beamten (keine Sorge, was sollte groß passieren?).
Hier bekamen wir einige Eindrücke über die JVA aus einer
ganz anderen Perspektive. Wir haben durch diesen Besuch
erfahren, dass sehr viele Vorurteile, die durch Filme und
Serien hervorgerufen werden, absolut daneben sind. End-
lich konnten wir uns ein eigenes Bild machen.
Britta Lederbogen (13)
Im November fand im ehemaligen Kloster Rolduc in
Kerkrade das ,,Model European Parliament" statt. Zehn
Schiller-Schüler(-innen) konnten an drei Tagen ihr Kön-
nen beweisen und einmal Abgeordnete des europäischen
Parlamentes sein. Begleitet wurden sie von Frau Feldhoff
und Herrn Köhler, die u. a. dafür sorgten, dass alle um
zwölf Uhr schlafen gingen. Schließlich mussten wir am
nächsten Morgen wieder fit sein für ein straffes Tagespro-
gramm. Freizeit blieb nur am Abend in der ,,Sportsbar",
wo man Gelegenheit bekam, internationale Kontakte zu
knüpfen. Denn an dem MEP nahmen Schulen aus ganz
Europa teil. Aus diesem Grund war die offizielle Sprache
während der Sitzungen und Konferenzen Englisch. Jedem
Schüler wurde im Voraus mitgeteilt, welche Partei eines
jeweiligen EU-Staates er als Abgeordneter zu vertreten
hat. Zusätzlich wurde jeder einem Komitee zugewiesen,
in dem ein Problem zu einem bestimmten Sachverhalt ge-
löst werden sollte. Die Lösung musste durch sogenannte
,,Common Positions" (gemeinsame Standpunkte) vor-
getragen werden, die im Parlament zur Abstimmung ka-
men, wenn sie in dem jeweiligen Komitee eine Mehrheit
gewannen. Die Debatten um das bessere ,,Position Paper"
waren sehr spannend, da viele der Abgeordneten sich da-
rauf verstanden, Positionen der gegnerischen Partei anzu-
fechten. Rolduc, heute Konferenzort und Hotel, bietet eine
große Zahl an Sälen, Aulen, Zimmern und Speiseräumen,
die wie geschaffen sind für Veranstaltungen wie diese. Ein
Gefühl von Wichtigkeit befällt einen, wenn man mit dem
schicken Outfit über die endlosen Flure läuft und sich von
der atemberaubenden Kulisse überwältigen lässt. Insge-
samt war es ein erfolgreiches Wochenende für jeden von
uns. Auch wenn nur Phillip Thomas es geschafft hat einen
,,Best Speaker Award" zu gewinnen, haben wir doch viel
gelernt und freuen uns schon auf das nächste Jahr.
Elina Hämmerlimg (12)
Als Sieger des Wettbewerbs ,,Be Smart-Don't Start" wurde
die Klasse 8a mit einem Scheck von 200 ausgezeichnet.
Dieser Wettbewerb, der deutschlandweit ausgeschrieben
war, wollte Schüler zu kreativen Beiträgen anregen, durch
die das Rauchen der ersten Zigarette verhindert werden
soll. Die Klasse 8a hatte im Politik-Unterricht von Frau
Kniebe-Bodemeier eigenständig einen Videoclip produ-
ziert, in dem auf lustige Weise und mit Hilfe von Musik
und Poesie vor dem Rauchen gewarnt wird. Zu Recht be-
glückwünschte die AOK-Bochum diesen gelungenen Bei-
trag zu einer gesünderen Schule.
Engagement wird belohnt
Jörg Cramer (AOK) bei der Scheckübergabe
Januar 2010
Forum 129
Seite 4
Impressum:
,,FORUM" ist das Mitteilungsblatt der Schiller-Schule Bochum.
Herausgeber:
Schulleitung der Schiller-Schule Bochum
Internet-Ausgabe: Klaus-Ulrich Sommerfeld
Anschrift:
Schiller-Schule Bochum
Waldring 71
44789 Bochum
Telefon: 02 34 - 9 30 44 11
Fax:
02 34 - 9 30 44 10
E-Mail: 169171@schule.nrw.de
Rückfragen, Anregungen, Hinweise, Veröffentlichungswünsche richten
Sie bitte direkt an Frau Birkholz-Bräuer oder Herrn Rinke.
Nachwuchspolitiker
Jugendstrafvollzug